Das Escrima Kampfkunst-System

Durch das Trainieren der philippinischen Escrima Kampfkunst, lernt man jedes
beliebige Objekt als Waffe ein zu setzen.

Escrima

Inhalte der Escrima Ausbildung:

 

  • Einzel- Doppel- und Langstock
  • Messer, Schwerter und Buckler Schilder
  • Palm-Stick und Tonfa
  • Cadena de Mano (Waffenloses philippinisches Boxen)
  • Fitness/Krafttraining
  • Koordinationsschulung
  • Sparring/Partnerdrills
  • Umsetzung auf Alltagsgegenstände ( Regenschirm, Rucksack, Handy etc.)
Durch das Trainieren der philippinischen Escrima Kampfkunst, lernt man jedes beliebige Objekt als Waffe ein zu setzen, oder um es diplomatischer auszudrücken: Somit haben alle die gleichen Voraussetzungen.

Escrima lehrt die Grundlagen und die Konzepte beim Gebrauch von Waffen (Fokus, Schnelligkeit/ Timing/ Reichweite/ Power, Balance und Umsetzung). Diese Konzepte sind in ihrer Logik und Einfachheit so aufgebaut, dass praktisch jede Person sie je nach Situation einsetzten kann.

Escrima lernen, wie es von Rene Latosa gelehrt wird

Ein zentrales Konzept bei Escrima ist die Balance. Das Gleichgewicht spielt eine fundamentale Rolle in diesem Sport. Es ist genauso wichtig wie jede Prüfung die wir im verlauf unseres Lebens machen. Zu wissen, wie man das Gleichgewicht erlangt, bzw. wie man ihn wieder erlangt, wenn man diese verloren hat. Das Gleichgewicht ist das Verbindungsglied zu den anderen Konzepten, die in der Kampfkunst wichtig sind.

Das Gleichgewicht ist sehr vielschichtig. Wenn man an Gleichgewicht denkt, sollte man an das Fahrradfahren lernen denken. Es ist nicht nur das Vorankommen, in die Pedale treten und das Fahrrad gerade halten. Es gehört mehr dazu. Das Fahrrad hat zwei Reifen und das Hauptziel ist es, diesen fortzubewegen in dem man das Vorderrad gegen das unbewegliche Hinterrad balanciert während man fährt. Denn wenn man aus dem Gleichgewicht kommt, fällt das Fahrrad um. Der Fahrer muss in der Lage sein, seinen Gleichgewicht zu halten und muss sicherstellen nicht in ein Graben oder gegen einen Baum zu fahren. Er muss gleichzeitig auf die Straße, auf die Autos und Fußgänger achten und wissen was hinter ihm ist. Das mag vielleicht leicht erscheinen, doch kommt noch der Faktor Geschwindigkeit hinzu, dass man so unter Kontrolle haben muss, dass der näherrückende Baum nicht zum Hindernis wird.

Und wie sieht es mit Ampeln aus? Es kann sein, dass man halten muss. Dieser Stop stellt auch eine Hürde dar, die man ausbalancieren muss. Wenn es zu einer plötzlichen Abbremsung mit dem Vorderreifen kommt, kann es sein, dass der hintere Teil des Fahrrads nach vorne kippt oder sich gar überschlägt. Wenn der hintere Teil zu stark abgebremst wird und es keine Spannung im vorderen Teil gibt, besteht die Möglichkeit nicht halten zu können. Bei all diesen Abläufen muss man das Gleichgewicht halten, da ansonsten das Fahrradfahren sowohl für den Fahrer als auch für alle anderen Verkehrsteilnehmer zu einer Gefahr wird. Wenn man sich näher mit dem Fahrradfahren befasst, erkennt man dass die Ideen bei Escrima genau die gleichen sind.

Das Gleichgewicht wird zum Fundament des Konzepts. Schnelligkeit/Geschwindigkeit (Timing und Entfernung) sind Ausführungselemente die dabei helfen einen Angriff abzuwehren oder um selbst Anzugreifen. Zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Power bezieht sich auf die Kraft, die vom Gleichgewicht ausgeht, das durch Entfernung und Schnelligkeit des Angriffs oder der Abwehrbewegung bestimmt wird. Mit Fokus bezeichnet man die Aufmerksamkeit gegenüber dem Gegner und dem Ziel. Dabei wird der Gegner als Ganzes registriert. Somit werden Aktionen des Gegners früher wahrgenommen und man kann entsprechen reagieren. Mit anderen Worten, konzentriert man sich nur auf eine Hand, wird man die andere nicht sehen. Mit Umsetzung wird eine Übertragungsfähigkeit gemeint, somit kann eine Bürste oder ein Schlüssel gleichermaßen als Waffe genutzt werden, ohne dass man neue Bewegungsformen lernen muss.

Das Ziel ist es, die Situation zu entschärfen und sich nicht darauf zu konzentrieren ob der Angreifer die rechte oder die linke Hand benutzt. Der Sinn ist es, den Angreifer kampfunfähig zu machen. Escrima nütz Konzepte als zentralen Lernfaktor und als effektive Form Informationen besser und in größeren Mengen zu behalten. In Escrima werden Techniken als Mittel für das Üben der Konzepte gebraucht. Techniken helfen den Studenten bei der Umsetzung der Konzepte in der Praxis. Konzepte werden bei Bedarf und je nach Situation angewandt. Dies garantiert auch mehr Flexibilität und eine bessere Anpassung bei der Ausführung. Das ist Latosa Escrima.

Die Geschichte des Escrimas

Escrima, Arnis, Kali sind nur einige Namen der Kampfkunst die durch Filipinos in die Vereinigten Staaten gebracht wurde. Doch egal welcher Name benutz wird, diese Kampfkunst hat eine lange und turbulente Geschichte, die bis ins Jahr 1521 zurückgeht, als die Spanier auf de Philippinen kamen. Vor der Kolonialisierung durch die Spanier war Escrima eine Freizeitbeschäftigung wie Lesen, Schreiben, Religion und Sanskrit.

Für die Spanier war es schwer, ihre Gesetze bei den Einwohnern durch zu setzten. Diese setzten ihre Bolo-Machetes, Messer und Speere erbarmungslos und mit tödlicher Präzision ein. Erst als die Spanier Verstärkung und Feuerwaffen bekamen, konnten sie einen Anschein von Ordnung herstellen.

Im 17 Jahrhundert, als die spanische Besetzung  etabliert war, wurde das Lehren und Praktizieren von Escrima von den spanischen Mächten verboten (genau wie die japanische Herrschaft den besitzt von Waffen in Okinawa verbot). Das Mitführen eines Bolos (einer lange flache Waffe, ähnlich dem Machete) oder eines Messers war ebenfalls verboten. Diese Regelungen wurden in einen Versuch auferlegt, die temperamentvollen Filipinos zu “kultivieren”. So wurde Escrima eine Kampfkunst des Untergrunds (wie Karate in Okinawa) und wurde heimlich praktiziert. Als diese Kampfkunst wieder auftauchte, geschah dies, ohne das die Spanier etwas davon mitbekamen. Es wurde mit volkstümlicher Musik untermalt und schlicht ausgeübt, d.h. ohne Waffen und so ähnelten die Bewegung eher einem harmlosen Tanz. Dieser “Tanz” wurde sogar sehr populär unter den Besetzern und bei festlichen Anlässen (fiesta time) wurden sogar Aufführungen gemacht. Das wahre Escrima starb nie aus, obwohl die spanischen Besetzer dies bei jeder Revolte zu sehen bekamen. Von Generation zu Generation wurde Escrima von den verschiedenen regionalen Stilen beeinflusst und wurde durch das jahundertlange weitergeben von Vater zu Sohn bewahrt. Als die spanische Besetzung beendet war und 1898 die Amerikaner übernahmen, wurde das Verbot dieser Kampfkunst aufgehoben. Freundschaftliche Wettkämpfe fanden nun auch auf öffentlich Festen statt. Allerdings gaben die Lehrer nicht viel von ihren Wissen preis und so blieb Escrima eine semi-geheime Kampfkunst. In den kommenden Jahren sollte das Land noch viel von der Kampfkunst zu sehen bekommen. Als der Krieg anfing, marschierte Japan in die Philippinen ein und viele der Filipinos schlossen sich den Amerikanern an und kämpften in amerikanischen Guerilla Truppen mit. Viele von ihnen verdankten ihr Leben den Escrima Training, den sie in unzähligen Gefechten anwendeten. Auch ähnelten die angefertigten Machetes die sie bekamen, sehr ihrem bolo. Es handelt sich hierbei um eine Kampfkunst, die sehr gut und über einen größeren Zeitraum in Gefechten getestet wurde.

Nach dem Krieg emigrierten viele Filipinos in die USA und es muss nicht erwähnt werden, dass Escrima mit ihnen in die USA kam. Viele der Migranten ließen sich auf Hawaii oder in Kalifornien nieder. Viele die nach Kalifornien gingen, siedelten sich in Stockton an. So begann Arnis/Escrima die amerikanische Kampfkunst-Szene von dort aus zu beeinflussen.

Die “Entdeckung” von Escrima und den weitverbreiteten Gebrauch von Nunchaku Waffen muss Bruce Lee zugeschrieben werden. Seine Darstellung und Handhabung der “Doppelstock Technik” (double stick) im Film “Der Mann mit der Todeskralle” (Orig. Enter the Dragon) und in den unvollendeten Film “Mein letzter Kampf” (Orig. Game of Death) machten diese philippinische Stock-Kampfkunst bekannt. Bruce Lee lernte Escrima von seinem Schüler und Freund Danny Inosanto, der von einem renommierten Escrimador (Titel der an jemanden vergeben wird, der diese Kampfkunst ausübt) in Stockton, Kalifornien trainiert wurde.

Diese philippinische Kampfkunst ist in der Öffentlichkeit noch sehr unbekannt, da sie erst spät in die populären Kampfkünste integriert wurde. Allerdings hat der Ruf, wie diese Kampfkunst gelehrt wird, nicht zu einer größeren Popularität beigetragen Escrima ist bekannt dafür, dass Waffen, im Allgemeinen Stöcke, benutzt werden, um die Grundlagen dieser Kampfkunst zu lernen und erst an zweiter Stelle ohne Waffen trainiert wird. Es ist ein beängstigender Gedanke, dass man nur ein Stock oder jede beliebige Waffe benutzen kann und es erscheint Sicherer und weniger zeitaufwendig, diese faszinierende Kampfkunst zu vermeiden als sie auszuprobieren.

Escrima Training Mannheim

Adresse

SDS Academy Mannheim
S6, 9
68161 Mannheim
Sifu Spiros Huhn
Mobil: 0162 4532729
Email: info@sds-academy.de

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Escrima Mannheim in der SDS Kampfsport Academy

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Trainingszeiten

MontagDienstagMittwochDonnerstagFreitagSamstagSonntag
10:00 - 11:00
Grappling
16:30 - 17:30
SDS Kids
10:00 - 11:00
Brazilian Jiu-Jitsu
17:00 - 18:00
WingTzun Intensiv
16:30 - 17:30
SDS Kids
11:00 - 12:00
BJJ
18:00 - 19:00
SDS-Escrima
18:00 - 19:00
Grappling
17:00 - 18:00
WingTzun Intensiv
18:00 - 19:00
Wing Tzun
18:00 - 19:00
Grappling
12:00 - 13:00
Judo Beginner
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Brazilian Jiu-Jitsu
19:00 - 20:30
Brazilian Jiu-Jitsu
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SDS-Escrima
19:30 - 20:30
Brazilian Jiu-Jitsu
Beginner
19:00 - 20:30
Brazilian Jiu-Jitsu
19:00 - 20:00
Brazilian Jiu-Jitsu
Drills

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SDS Kids
17:00 - 18:00
SDS Kids
17:00- 18:00
SDS Jugend
12:30 - 15:30
Open Mat
18:30 - 19:30
Escrima
18:30 - 19:30
Escrima
18:30 - 20:00
Wing Tzun
19:30 - 21:00
Wing Tzun
19:30 - 21:00
Wing Tzun